Rosemarie Schmitt – Herr Jonathan … (unbeabsichtigte Erkenntnisse eines ehemaligen Bibliothekars)

Technische Daten:

Bookcrossing: http://www.bookcrossing.com/journal/13640803/
ISBN: 978-3940760685
Seiten: 298
Erscheinungsjahr: 2015

Ein Mann verliert seine Frau durch einen tragischen Unfall. Und er verliert damit seinen Halt. Doch dieser Unfall war kein Missgeschick im herkömmlichen Sinne. Die Frau wurde bewusst vor ein Auto gestoßen, von einem Rollstuhlfahrer. Jonathan Engel, so heißt der 69-jährige Witwer, trifft jenen Rollstuhlfahrer nach Jahren wieder. Er beschließt sich zu rächen und den Verursacher seines Lebensunglücks umzubringen. Jonathan verstrickt sich in Weltschmerz und Selbstmitleid, sieht die Welt um sich her schlecht und verderbt, findet angebliche Beweise dafür in seiner Umwelt, in der Vergangenheit seiner Familie und seiner Ehe. Selbstmord erscheint ihm auf einmal als Alternative. Es geschehen Ereignisse, ungewöhnlich und überraschend wie man sie in der Literatur kaum gelesen hat und wie sie selbst den gleichgültigsten Leser mitreißen werden. Es beginnt das Leben nach dem Roman. Sie glauben das nicht? Überzeugen Sie sich. Die Autorin hat aufgeschrieben, was man für unmöglich hält. Dies soll hier indes nicht ausgebreitet werden, sonst wäre alle Spannung verpufft. Ein ungewöhnliches, stringentes und dennoch dem Leben abgelauschtes Buch.

Das Buch war okay. Ich kann nicht sagen, dass es mich vom Hocker gerissen hat, ich wollte es aber auch nicht nach den obligatorischen 50 Seiten wieder weglegen. Es ging auf jeden fall flüssig zu lesen, die Überlegungen des Jonathan haben mich selbst zum Nachdenken gebracht. Diese verstrickte Story fand ich gut.

Das letzte Kapitel: Das Experiment zu wagen fand ich gut. Dadurch wurde entweder die Geschichte in die Realtiät geholt bzw. es hat dem Roman einen kleinen Science-Fiction-Schwung zum Ende hin gegeben. Das war auf jeden Fall eine gute Möglichkeit zu erfahren, wie es mit den ganzen Charakteren weitergeht.

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