The Gift (2015)

Für Simon (Jason Bateman) und Robyn (Rebecca Hall) scheint die Welt perfekt. Sie sind gerade in ein neues Haus in Californien gezogen, er hat einen neuen Job und sie kann sich als Designerin um die Einrichtung des Hauses kümmern. Beim Stadtbummel treffen sie Gordo (Joel Edgerton), einen alten Schulfreund von Simon. Kurze Zeit später findet Robyn Geschenke von Gordo vor ihrer Haustür. Was mit einer Flasche Wein beginnt, wird immer merkwürdiger. Nebenher beginnt sich die Freundschaft zwischen dem Pärchen und Gordo zu entwickeln, wobei Die Fassade anfängt zu bröckeln. Denn: So glücklich sind Robyn und Simon gar nicht, Simon und Gordon waren in der Schule keine Freunde. Somon war ein Tyrann, während Gordo der „Weirdo“ – sein Spitzname auf der Highschool – ist. Dazu kommt, dass Gordo immer wieder unangekündigt an der Wohnung auftaucht, zunehmend merkwürdigere Geschenke macht und Robyn sich allein im Haus immer mehr ängstigt. Auch das Verhältnis zwischen Robyn und Simon ist nicht so gut, wie es scheint. Denn die Vergangenheit war für beide nicht einfach, da haben ein Baby und Tabletten eine Rolle gespielt.

Zeitsprung: ein halbes Jahr später. Simon steigt weiter auf der Karriereleiter auf, die Freundschaft zu Gordo wurde beendet. Robyn ist schwanger. Alles scheint perfekt. Doch das ist es nicht, denn bald erscheint Gordo wieder auf der Bildfläche.

Ich habe diesen Film Anfang November in der Sneak Preview gesehen. Freude, als das Paramount-Logo (und nicht der Bayrische Filmpreis) über die Leinwand schwebte. Mehr Freude, als es sich nicht um eine komische Komödie handelte. Beklemmung, als es gruselig wurde. Ich bin seit langem bei keinem Film mehr so mitgegangen. Es war spannend, das Herz klopfte. Ein Schreckmoment: Aufschrei. Der ganze (volle) Saal, incl. mir. Auf jedes Detail habe ich geachtet um herauszufinden, welchen Weg der Plot wohl nehmen wird.

Die Kernaussage des Films war: Was du in der Vergangenheit getan hast, fällt auf dich zurück. Die Vergangenheit holt dich ein.

Der Film ist voll von Handlungssträngen, deren Fortführung dem Kinobesucher überlassen wird: Was war mit dem Hund? Was war mit den Tabletten? Was war mit dem Kind? Was war mit Gordo? Und hat Gordo getan, was er Simon glauben lässt? Man wird es nicht mehr erfahren, es bleibt der Fantasie überlassen.

Ich fand den Film gut, spannend und mit Aussage versehen. Er ist mir im Gedächtnis geblieben.

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