John J. Nance – Das Medusa-Projekt

Technische Daten:

Bookcrossing: http://www.bookcrossing.com/journal/12082808/
ISBN: 978-3426611258
Seiten: 478
Erscheinungsjahr: 1998

Vivian Henry soll für ihren verstorbenen Mann ein Forschungsprojekt nach Washington transportieren. Sie ahnt nicht, dass es sich bei dem Metallgehäuse um eine thermonukleare Bombe handelt, welche die Erde ins Chaos stürzen wird. An Bord der Boeing der ScotAir wird schnell klar, dass es sich keinesfalls nur um ein Forschungsprojekt handelt. Es bleiben etwas mehr als drei Stunden, um zu handeln. Die Behörden versuchen, die Maschine landen zu lassen, um ein Expertenteam mit der Entschärfung der Bombe zu beauftragen. Da Vivian Henry ihrem verstorbenen Mann nur Schlechtes zutraut (mit Recht), wissen die Besatzung der Maschine der ScotAir (und der Leser), dass alle Versuche, die Bombe auf herkömmlichen Weg zu entschärfen, sinnlos sind, da der verstorbene Rogers Henry ein Genie auf seinem Gebiet war. Und er hat beschlossen, sich nach seinem Tod an seiner Frau zu rächen. Allerdings haben er und die Behörden der Vereinigten Staaten ihre Rechnung ohne die Insassen der Boeing gemacht, die mit ungewöhnlichen Methoden das Problem selbst in die Hand nehmen…

Ein Buch, dass ich während eines sehr zugfahrtsträchtigen Tages verschlungen habe. Ein kleines Bisschen unrealistisch, aber sonst hat es echt Spaß gemacht, weiter zu lesen. Jeder Abschnitt ist mit genauer Zeit und Ort überschrieben – mich würde interessieren, ob man es in Echtzeit durchlesen kann.

Was mir ziemlich früh aufgefallen ist: Es gibt Flugzeuge und Terrorismus und Washington. Heutzutage klingelt jedem der 11. September in den Ohren. Da das Buch aus dem Jahr 1998 stammt, habe ich logischerweise keine Verweise auf dieses Unglück gefunden.

Und auch wenn das Buch schon so alt ist, merkt man ihm das nicht an. An keiner Stelle fühlte ich mich daran erinnert, dass es 15 (!!) Jahre her ist, seitdem dieses Buch erschienen ist. Auch wenn heutzutage sicherlich viele Dinge im Flugverkehr anders geregelt werden, habe ich nicht das Gefühl gehabt: „Ach ja, das waren noch die guten, alten Zeiten…“

Sehr kurzweilig, ein bisschen psychischer Knacks und jede Menge Spannung. Medusa: 12 points!

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