Daniel Kehlmann – Die Vermessung der Welt

Technische Daten:

Bookcrossing: http://www.bookcrossing.com/journal/12110900/
ISBN: 978-3499241000
Seiten: 304
Erscheinungsjahr: 2008

Mit hintergründigem Humor schildert Daniel Kehlmann das Leben zweier Genies: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß. Er beschreibt ihre Sehnsüchte und Schwächen, ihre Gratwanderung zwischen Lächerlichkeit und Größe, Scheitern und Erfolg. Ein philosophischer Abenteuerroman von seltener Phantasie, Kraft und Brillanz.

Ein Buch, von dem ich das Schlimmste erwartet habe. Nach der Aussage von Chrono ein Verriss in ganzer Linie. Naja… da kann ich ihm teilweise Recht geben, die Geschichte ist sicherlich nicht unbedingt für Jedermann geeignet. Wer jedoch interessiert ist an der Wissenschaft, wie sie im 16. Jahrhundert betrieben wurde, der bekommt mit diesem Werk eine halbwissenschaftliche Abhandlung darüber.

Vor allem für mein (gefährliches) Halbwissen war dieses Buch eine wahre Erleuchtung. Ich wusste: Humboldt hat die Schulform reformiert. Und ich habe noch 500 Seiten Reisebericht aus Südamerika im Schrank stehen. Sollte der arme Mann damit nicht genug zu tun haben? Naja, anscheinend nicht. Immerhin weiß ich nun, dass es zwei Humboldts gab: einen für die Gesellschaftswissenschaft und einen für die Naturwissenschaft. Das erklärt einiges. Dazu kommt Gauß, der jedem schon von dem 10 DM-Schein entgegen gelächelt hat. Mit seiner Normalverteilung.

Den Schreibstil finde ich jedoch etwas eigentümlich… wie eine Geschichte. Ohne wörtliche Rede, so was gefällt mir eher und überhaupt nicht so gut.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, dass dieses Buch nix für Naturwissenschaftler ist. Es könnte aber auch damit zusammenhängen, dass es weder Formeln noch Fremdwörter enthält. Und dass der Lernfortschritt nicht maximal maximiert wird…

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